Das Programm des Symposiums als
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4. Frankfurter
Symposium
zur strukturalen Psychoanalyse Jacques Lacans:
Die Objektbeziehung
und die freudschen
Strukturen
mit Raymond
Borens,
Basel, Herrmann Lang, Würzburg,
Heinz Müller-Pozzi, Zürich
(Moderation), August Ruhs, Wien,
Edith Seifert, Berlin, Rolf-Peter Warsitz, Kassel
Freud
gebraucht den Ausdruck Objektbeziehung kaum und hat denn auch
kein
Konzept der Objektbeziehung entworfen. Er definiert das Objekt als das
Objekt
des Triebs, „das Variabelste am Trieb, nicht ursprünglich mit ihm
verknüpft“.
In der ersten der Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie dekonstruierte
Freud jedoch jede Vorstellung eines reziproken, adäquaten,
harmonischen
Objekts, das die Subjekt-Objekt-Beziehung vollenden würde.
Das ist
nicht bloß ein Postulat Freuds, sondern eine unausweichliche
psychoanalytische
Erfahrung, die einem Konzept der Objektbeziehung in Theorie und Praxis
eine
zentrale Position zuweist. Lacan hat ein solches im Seminar IV, Die
Objektbeziehung, in allen Facetten ausgearbeitet.
Wenn es die
natürliche reziproke Objektbeziehung nicht gibt, gibt es nicht die
duale
Beziehung ohne die Intervention eines dritten Elements der symbolischen
Ordnung. Dieses dritte Element ist in der Theorie Lacans der Phallus.
Der
Ausgangspunkt bei der imaginären Triade Mutter-Kind-Phallus, die
wohlverstanden
im Symbolischen wurzelt, unterscheidet Lacan fundamental von den
Objektbeziehungspsychologien und von der Bindungstheorie, die unter
Missachtung
der strukturellen Gegebenheiten des Menschen, entwicklungspsychologisch
von der
dualen Mutter-Kind-Beziehung und ihrer Fülle ausgehen. Sie
differenzieren
Identifizierung und Begehren nicht hinlänglich und unterliegen
dem, was Lacan
den Imperialismus der Identifizierung nennt.
Der für das
strukturale psychoanalytische Denken grundlegende Bezug des Subjekts
zum
Phallus ist Quelle mancher Missverständnisse, die eine
gründliche Diskussion
klären soll. Die Position des Subjekts zum Phallus wird auch das
5. Symposium
prägen, das dem Thema Die Sexuierung gewidmet sein wird.
Dipl.
Psych. Bernd Federlein
Samstag, 10.
März 2012, 10.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Johann Wolfgang
Goethe-Universität,
Campus-Westend, Casino-Anbau, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt
Tagungsbeitrag: 85
€ bei Anmeldung
bis 15.12.2011 danach 95 € (incl. Imbiss und Getränken)
Weitere Information und
Anmeldung
über das Sekretariat des Instituts.
Das Symposium wird zertifiziert.
Institut
für Psychoanalyse der Deutschen
Psychoanalytischen
Gesellschaft Frankfurt/Main e.V. (Zweig der IPA)
Mendelssohnstr. 49, 60325
Frankfurt/Main
Tel.: 069 74 70 90,
institut@dpg-frankfurt.de
www.dpg-frankfurt.de
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